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"Den Manager, der sagt: 'So etwas machen wir nicht', gibt es nicht mehr" (Michael Aßländer, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik, Universität Kassel auf www.orf.at vom 17.02.08)

"Die Rechte denkt nicht. Sie hat Interessen" (Max Frisch)

»Erfolgreiche Geschäftsleute und Psychopathen haben gemeinsame Persönlichkeitsmerkmale«, un­ter anderem Mangel an Empathie, Starrsinn, Ordnungswahn und diktatorische Tendenzen, stell­te die Psychologin Belinda Board fest. (Jungle Word 31.07.2007)

"Provinziell ist jemand, dessen Denken sich auf ein marginales Gebiet beschränkt, dem er übermäßige Bedeutung zu misst" (Ryszard Kapuściński, 1932-2007)
"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben" (Alexander von Humboldt (1769-1859)
"Klima kaputt. Kapitalismus schuld. Revolution hilft. Vielleicht." (Jungle World, 07. Feb. 2007)Wauns dann a Problem ham und sie kumman durchanand, dann kummans mit dem Ärgsten und des is da Hausvastand. (Attwenger - Kaklakariada)

Ärgerlichkeiten und wenig anderes

Liebe Leute!

Zwei blogwürdige Ärgerlichkeiten gab es diese Woche, die ich euch nicht vorenthalten möchte:


Am FR lag in meinem Postkastl ein Druckwerk, genannt das "Weekend-Magazin". Dieses Werk rühmt sich im Editorial, dass man nun, wie genial, gratis alle 14 Tage zum Nulltarif geliefert bekommt, wofür man bei anderen Magazinen bezahlen muss. Naja, mir war bislang neu, dass ich für nicht erwünschte Werbung und oberflächliche Berichterstattung zahlen muss. Aber man lernt nie aus....


Zufällig schlug sich die Seite 56 auf mit der Überschrift "Must-Haves für Kids und Teens...Worauf die Kids stehen und mit welchen Teilen man bei den Klassenkollegen punktet. Da werden nun wohl viele Eltern aufatmen, die im täglichen Kampf gegen die Konsumwünsche ihrer Kinder so fachkräftige moralische Unterstützung bekommen.


Gut, also ein weiteres Magazin, dass uns zum kulturellen Proletariat machen möchte. Wir sollen also immer stärker dem Konsum von (meist überflüssigen) Waren, aber auch von Moden, Meinungen und Halbwissen frönen, uns also quasi nur mehr über den Konsum definieren. Bei eventueller Arbeitslosigkeit ist es dann sicher besonders lustig und motivierend, wenn man dann zumindest gratis nachlesen und -schauen kann, was es denn an schönen (wenn auch nutzlosen) Dingen zu kaufen gibt. Immerhin könnte man sich ja dann die schönen Bilder von großen Autos etc ausschneiden und aufpicken.


Die meisten von Euch haben das Kasblattl wahrscheinlich gleich weggeworfen, aber es könnte durchaus positive Wirkung haben, wenn man den "Machern" des Blattls auch mitteilt, dass man es nicht mehr im Postkastl finden möchte. Die Briefträger, deren Wägen immer größer und schwerer werden, könnten sich über weniger Gewicht freuen!


Weiteres Ärgerliches fand ich am Wochenende in meiner sehr schätzten Zeitung derStandard. Gleich dreimal wurde hier über Nestle berichtet, z. B. am Fr dem 23.Feb. "Nestle sahnt kräftig ab: 5,7 Milliarden Gewinn" Üble Sache, wenn man sich an den Auftritt des Nestle-Konzernchef Peter Brabeck im Dokumentarfilm "We feed the world" in Erinnerung ruft, der damals unter anderem von sich gab, dass die Meinung, die Menschheit hätte ein Anrecht auf einen freien Zugang zu Trinkwasser, eine radikale Meinung sei...Alle von euch kennen ja auch sicher diese ach so schicken Nespresso-Maschinchen, die mit ach so schicken Kapseln befüllt werden. Leiderleider passt hierfür nur genau die Nespresso-Kapsel, die blöderweise auch noch aus Aluminium ist, deren Herstellung ja besonders ressourcenschonend ist.


Lange Rede kurzer Sinn, es ist also durchaus zu überlegen, Produkte der Firma Nestle nicht zu kaufen. Bei uns geht das ja noch ganz gut, die haben zwar unglaublich viele Marken aufgekauft, aber es gibt noch anderes. In einem mexikanischen Supermarkt ist es jedoch schon schwierig, Nestle zu entgehen....

mag ja durchaus sein, dass die anderen (Unilever) auch nicht besser sind, aber ich habe halt die Ansichten des Herrn Brabeck kennengelernt und nicht andere....


Ein Buchtipp zum Schluss:

Anita C. Schaub
Frauen Schreiben
Abenteuer, Privileg oder Existenzkampf?
Gespräche mit 17 österreichischen Autorinnen
2004, 226 Seiten
ISBN 3-902300-14-0

Übrigens: Über Kommentare aller Art freue ich mich weiterhin!




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