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"Die Rechte denkt nicht. Sie hat Interessen" (Max Frisch)

»Erfolgreiche Geschäftsleute und Psychopathen haben gemeinsame Persönlichkeitsmerkmale«, un­ter anderem Mangel an Empathie, Starrsinn, Ordnungswahn und diktatorische Tendenzen", stell­te die Psychologin Belinda Board fest. (Jungle Word 31.07.2007)

"Provinziell ist jemand, dessen Denken sich auf ein marginales Gebiet beschränkt, dem er übermäßige Bedeutung zu misst" (Ryszard Kapuściński, 1932-2007)

"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben" (Alexander von Humboldt (1769-1859)

"Klima kaputt. Kapitalismus schuld. Revolution hilft. Vielleicht." (Jungle World, 07. Feb. 2007)

Wauns dann a Problem ham und sie kumman durchanand, dann kummans mit dem Ärgsten und des is da Hausvastand. (Attwenger - Kaklakariada)

Korrektur zum Blog "Lyrik..." weiter unten

Oje, das sind die Nachteile der schnellen Informationswege im Internet: Man wird etwas bequem bezüglich Quellenforschung...., liebe Leser/innen, bitte um Vergebung für meine vorschnelle Verbreitung (mein Tag hat halt auch nur 24 Stunden...), aber so wie es aussieht, dürfte das Gedicht NICHT vom Tucholsky gewesen sein....(sondern wird womöglich von Menschen aus dem rechtsextremen Umfeld eingesetzt, um uns vorzubereiten auf die Benennung der "wahren" Schuldigen für die Finanzkrise....)

wenn man mehr wissen will, hier mehrere Links:

http://www.sudelblog.de/?p=378

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1618259_Freiheitlich.html

Wird mir eine Lehre sein....

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Bankenkrise und so

Zwei vielsagende Beiträge zur Bankenkrise und den Diskussionen um geldgierige Manager (seltsam, alles nur Männer...) habe ich gerade gefunden:

So vergleicht der Präsident des Münchner  Ifo-Instituts (Institut für Wirtschaftsforschung) die Kritik an den Managern mit dem Antisemitismus der 30er Jahre, das Interview aus dem Standard hier: files/ifo-chef.pdf

Der Generalsekretär des VP-Wirtschaftsbundes glaubt, dass es notwendig ist, die Arbeitslosen strenger zu behandeln, hier das Interview, wieder aus dem Standard: files/vp-wirtschaftsbund.pdf

Es gibt aber auch gescheitere Köpfe, die sich Gedanken machen über unser aller Zukunft. Habe gerade folgendes Buch gelesen, kann es sehr empfehlen!

Neben einer Analyse des "Linkssein" schreibt der Autor, wie linke Ideen (im Sinne einer offenen und toleranten Gesellschaft, die global verantwortlich sein will),  aussehen könnten. Schnell und zuverlässig geliefert und ohne Versandkosten bekommt man das gar nicht teure Buch (17.40 EUR) hier: www.buchkatalog.net

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Lyrik aus aktuellem Anlass

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Kurt Tucholsky, linker Demokrat, Pazifist und Antimilitarist, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"

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Soll man Großkirchheim boykottieren?

Was der Bürgermeister von Großkirchheim (hier wählten 51% BZÖ!!!) so denkt (er ist z.B. ein Befürworter der Sippenhaftung...), findet sich hier

Einen höchst klugen Artikel vom Herrn Misik zum Thema "Demokratie" im Zusammenhang mit den letzten Wahlen findet sich hier.

Kommentare (5)  Permalink

Gedanken zum Wahlausgang

Nun hat also das ekelhafte Yuppitum die Niederungen des Proletariates erreicht, 28% des Wahlvolkes stimmen für Rechtsextreme, 25% fühlen sich offenbar immer noch von rückständigem Spießertum angezogen, bei den Jungwählern sind die Rechtsextremen ja laut Umfragen schon vorne.

Wer sich darüber wundert, sollte sich vor Augen halten, dass dies womöglich das Ergebnis des konservativen Backlashes ist, der mit Thatcher und Reagan eingeleitet wurde und mit deutlicher Verspätung nun Österreich erreichte. Die VP, die "bürgerlich" ja immer im Sinne von "Untertanen" verstand und nicht im Sinne von "Citoyen", also den kritisch denkenden, aufgeklärten und selbsbewussten Staatsbürger/innen, hat ja in den letzten Jahrzehnten (und eigentlich eh' immer schon) alles daran gesetzt, dass sich eine solidarische Gesellschaft aufspaltet in Millionen konsumorientiert-kulturproletarische Ich-AGs mit reaktionär-antiaufklärerischen Denkgerippen, vieleicht noch mit einem Schuss Esoterik.

Leider hat es die Linke nicht geschafft, da irgendwie dagegen zu halten, ist aber auch schwierig gegen dieses eklige Populistenschreihalstum, dem der ach so brave Bürger ja doch immer wieder insgeheim recht gibt...

Aber es geht ja noch viel schlimmer, wenn man in unser südliches Nachbarland Italien blickt, wo man einer ganzen Bevölkerungsgruppe Fingerabdrücke abnehmen möchte. Warum nicht gleich einen speziellen Stempel im Pass? So langsam könnte man sich durchaus einen Boykott von italienischen Produkten oder Reisen dorthin überlegen...

Das es aber auch immer wieder Lichtblicke gibt, zeigt dieser Link: derstandard.at/uteblock

Zum Schluss noch etwas zum Thema Bankencrash, auch der eine Folge des konservativen Backlashes

"Aber derzeit geht es nur darum, den Banken schnell Geld nachzuwerfen. Auch wenn das 700-Milliarden-Dollar-Paket vorerst gescheitert ist - für den Theologen Klaus Gabriel ist es allein ein Skandal, dass ein Staat innerhalb weniger Tage in der Lage gewesen wäre, soviel Geld aufzubringen, während für andere Probleme nichts da ist: "Wir bräuchten 35 Milliarden Dollar, um Hunger zu bekämpfen. Und dieses Geld bringt man nicht zusammen. Wenn die Finanzmärkte krachen, weil ein paar Manager ihre Institute an die Wand fahren, kriegt man sofort über Nacht 700 Milliarden Dollar zusammen. Und in der Frage des Hungers oder der Armut ist das einfach nicht möglich." (Ö1-Mittagsjournal siehe oe1.orf.at/inforadio/96607.html)

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