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"Den Manager, der sagt: 'So etwas machen wir nicht', gibt es nicht mehr" (Michael Aßländer, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik, Universität Kassel auf www.orf.at vom 17.02.08)

"Die Rechte denkt nicht. Sie hat Interessen" (Max Frisch)

»Erfolgreiche Geschäftsleute und Psychopathen haben gemeinsame Persönlichkeitsmerkmale«, un­ter anderem Mangel an Empathie, Starrsinn, Ordnungswahn und diktatorische Tendenzen, stell­te die Psychologin Belinda Board fest. (Jungle Word 31.07.2007)

"Provinziell ist jemand, dessen Denken sich auf ein marginales Gebiet beschränkt, dem er übermäßige Bedeutung zu misst" (Ryszard Kapuściński, 1932-2007)
"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben" (Alexander von Humboldt (1769-1859)
"Klima kaputt. Kapitalismus schuld. Revolution hilft. Vielleicht." (Jungle World, 07. Feb. 2007)Wauns dann a Problem ham und sie kumman durchanand, dann kummans mit dem Ärgsten und des is da Hausvastand. (Attwenger - Kaklakariada)

Konservative Politik

gibt ja immer vor, nur das beste für uns alle zu wollen, wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, alles wird erledigt, und bitte bloß nicht nachdenken, damit mehr Zeit bleibt für's Arbeiten und Steuerzahlen. Und Parteipolitik, das machen nur die anderen, wir doch nicht...

Nun, wie konservative Realpolitik aussieht, kann man hier oder auch hier nachlesen.

Wie dann ein Rückzug von der ach so schmutzigen Politik in die Privatwirtschaft (die ja — siehe z.B. deutscher Steuerskandal — ach so sauber ist) erfolgt, sollten vor allem die Konsument/innen westösterreichischer Medien hier nachlesen.

Hier noch ein Hinweis auf eine Veranstaltung zum Thema "Hunger-Macht-Profite". Auch wenn die Nicht-Wiener/innen da nicht hingehen können, alleine die Infos zu den Filmen sind schon interessant. (Nur so am Rande gesagt: Die Landwirtschaftspolitik der EU und natürlich Österreichs wird von konservativen Kräften beherrscht.....)

Raimund Löw, bekanntes Gesicht aus den ORF-Nachrichten, hat mit seiner Tochter eine Reise in den Nahen Osten gemacht, seine sehr interessanten Beobachtungen kann man hier und hier nachlesen.
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Christliche Nächstenliebe? Sozialdemokratische Solidarität?

Darauf berufen sich bekanntermaßen die beiden Parteien unserer Regierungskoalition.

Ob das mit der Nächstenliebe von den einen wirklich jemals ernst gemeint war oder doch eher eine Verkaufsstrategie zur weltweiten Durchsetzung eines kleinkariert-spießbürgerlichen Weltbildes ist, sei dahingestellt.
Die mit der Solidarität waren zumindest in der Vergangenheit durchaus glaubwürdig, scheinen ihre hehren Ziele aber immer häufiger zu vergessen.

Wie immer man das nun sehen mag, immerhin haben diese beiden Parteien vor gar nicht langer Zeit zusammen Fremdenrechtsgesetze beschlossen, die dann zu folgenden unglaublichen Verhältnissen führen:

http://derstandard.at/?id=3235509



Habe schon ein Mail an die Parlamentsclubs von ÖVP und SPÖ sowie an den Herrn Bundespräsidenten geschrieben, das sollten möglichst viele von Euch tun (die schreiben durchaus zurück!), hier die Mailadressen:

heinz.fischer@hofburg.at


klub@spoe.at

email@oevp.at




Hier geht es gleich weiter zum Blog von Frau Bock auf derstandard.at/uteblock, den ich betreuen darf.
Wer mehr über den Verein Frau Bock wissen will: http://www.fraubock.at/

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Der Tiroler Landeshauptmann

Der Tiroler Landeshauptmann ist ja weltweit bekannt für sein unermüdliches und mutiges Eintreten für Demokratie und Menschenrechte, auch sein Verständnis für fremde Kulturen ist geradezu vorbildhaft:
hier ein paar Beispiele für sein segensreiches Wirken:

www.orf.at/070307-9955/index.html

tirol.orf.at/stories/175055/

Dazu kommen noch Auftritte auf einem Festkommers der Burschenschaften in Innsbruck 2000 (das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes hat immer wieder auf rechtsextreme Positionen der Burschenschaften hingewiesen....) und Speckgeschenke an einen afghanischen moslemischen (!!!) Gouverneur, der sicher hocherfreut war über das kulturelle Einfühlungsvermögen des Landeshauptmannes von Tirol.

Dass Van Staa im Zusammenhang mit den skandalösen Zuständen rund ums Innenministerium natürlich gegen einen Untersuchungsausschuss ist, könnte durchaus sehr persönliche Gründe haben, nachzulesen hier:

oe1.orf.at/inforadio/87229.html

aber auch hier:

http://derstandard.at/?url=/?id=3227951


Nun, im Herbst sind in Tirol wieder Landtagswahlen....

Hier noch ein nicht uninteressanter Beitrag zum Parteimanager der Tiroler ÖVP:
tirol.orf.at/stories/256699/


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skandalöse Abschiebepolitik

Einen weiterer Fall von skandalöser Abschiebepolitik kann man hier (abschiebung.pdf) nachlesen (vorneweg: Ein serbischer Staatsbürger hat durch seine Zivilcourage einiges zur Aufklärung des Massakers von Srebrenica beigetragen, wird von der Republik Österreich dafür geehrt, nun aber abgeschoben...)

Wer mehr dazu wissen will, sollte unsere Volksvertreter/innen befragen, hier die E-Mail-Adressen:

bgst@fpoe.at‎

infopool@gruene.at

klub@spoe.at

mail@oevpklub.at

office@bzoe.at

Bundespräsident:

president-office@hofburg.at
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Zahlenspiele und anderes

Hier geht es gleich weiter zum Blog von Frau Bock auf derstandard.at/uteblock, den ich seit einem guten Monat betreue. Wer mehr über den Verein Frau Bock wissen will: http://www.fraubock.at/



Da man ja in den letzten Jahren so einiges von Marokkanern in Innsbruck hört, hier zwei interessante Berichte zum Thema:
Bericht 1
Bericht 2

Bericht 2 stammt übrigens aus der sehr gut gemachten Monatszeitung "DATUM". Das aktuelle Heft hat einen sehr interessanten Beitrag, es geht hier um Machenschaften eines gewissen Herrn Schröcksnadel, den ÖSV, die Republik Österreich und kanadische Indianer....hier der Link


Habe gerade ein wenig herum gesurft und bin auf recht interessante Zahlen gestoßen:

Das Durchschnittseinkommen in Österreich beträgt pro Jahr ca. 25.000 EUR brutto, da bleiben dann netto so ca. 18.000.

Das höchste mir bekannte Einkommen hat ein gewisser Herr S. Wolf, der an der Spitze von Magna Austria steht. Herr Wolf bekommt ca. 9.000.000 EUR brutto, da bleiben ihm netto ca. 5.000.000 EUR pro Jahr (jaja, wirklich 5 MILLIONEN!!!)

Ist Herr Wolf also 278mal fleißiger als Herr/Frau Durchschnitt?
Oder hat er 278mal mehr Verantwortung?
278
mal mehr Sorgen? 278mal klüger?
Oder 278mal mehr Glück?
Oder ist er womöglich gar 278mal skrupelloser?

BIP pro Kopf 2006:
in Österreich: 36.368 US-Dollar (weltweit an dreizehnter Stelle)
in Burundi: 119 US-Dollar (am letzten von 180 Plätzen), in Worten Hundertneunzehn....







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Demokratie? Demokratie!!!

Unsere Regierung hat Anfang Dezember einen ganzen Haufen Gesetze eingebracht. Dazu ist eine Regierung ja durchaus da, nur wie (ohne Diskussionen) und vor allem was da alles beschlossen wurde, dass ist einer Demokratie nicht würdig, in der doch das Volk (also wir alle) der einzige Souverän sind und nicht Abgeordnete der ÖVP (christlich? sozial? oder doch lieber wieder autoritär wie schon einmal, damals...) oder SPÖ (wie feig geht es denn noch, Genossen?).

Aber es regt sich schon Widerstand, siehe z.B. salonwiki.stresswerk.com.

Nun kann man sich denken, naja, Sicherheits-Polizeigesetz, Asylgerichtshof, Arbeitslosenversicherungsgesetz, betrifft mich ja nicht, mir doch egal...

Aber stellt Euch folgendes Szenario vor:

Eure Eltern, Tanten, LehrerInnen etc haben euch Werte wie Solidarität, Nächstenliebe, Gerechtigkeitsempfinden und vieles andere Gute und Schöne mitgegeben. Ihr seid euch bewusst, wie gut es Euch geht, aber Ihr wisst auch, wie schlecht es anderen geht. Nun wollt Ihr Eure Werte auch leben, Ihr wollt Euch ehrenamtlich sozial betätigen, womöglich in einem Verein, der sich um Flüchtlinge kümmert, die ja unsere Volksverteter mehrheitlich möglichst schnell loswerden wollen (weil ja "illegale", hat eigentlich schon irgendwer von legalen Flüchtlingen gehört?).

Tja, blöde Sache: Da man ja bei obigem sozialen Engagement womöglich verdächtigt werden könnte, Flüchtlinge vor der Deportation (Neudeutsch: Abschiebung) zu bewahren, macht man sich ja laut Asylgesetzen strafbar, nun könnte also OHNE richterlichen Beschluss die Polizei Handy, Internetnutzung etc. überwachen (jaja, das geht nach dem neuen Sicherheits-Polizeigesetz.

Womöglich muss man auch irgendwann einmal streiken, weil die Herren Unternehmer (Frauen sind es ja eher weniger...) versuchen, die Arbeiitnehmerrechte zu beschneiden. Flugs wird die Anzahl der Streiktage ans AMS vermittelt ( Arbeitslosenversicherungsgesetz!), und wie schnell dann derartige Daten bei Unternehmern landen, kann man sich ausrechnen....

Werde in Zukunft eher weniger privat bloggen können, weil ich für den Verein Ute Bock (siehe www.fraubock.at/ oder auch de.wikipedia.org/wiki/Ute_Bock) deren Blog auf derstandard.at/uteblock betreue.



Der Verein Ute Bock braucht übrigens dringend Spendengeld, aber falls Ihr nicht in Wien wohnt, es gibt sicher auch in Eurem Ort eine entsprechende Organisation, die sich über Eure Spende freut!



WÜNSCHE EUCH EIN SCHÖNES WEIHNACHTSFEST!



Comments (1)  Permalink

Gesamtschule?

Allen, die auch Ende 2007 mit der Idee einer Gesamtschule (wird schon noch kommen, braucht halt bei uns ein bisschen länger als in Finnland) nicht wirklich viel anfangen können, sei folgender Artikel empfohlen:

www.falter.at/web/print/detail.php?id=588
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Interessantes und erbauliches

Ein sehr interessanter Artikel zum Thema "Integration"....
www.misik.at/sonstige/gegen-integration.php

etwas erbauliches (durchaus für fast alle Altersklassen, für Kinder womöglich fad), das ich sehr empfehlen kann, sind "poetry slams"
(für die Unwissenden die Kurzdefinition: AmateurInnen der Dichtkunst lesen, das Publikum kürt die Siegerin/den Sieger,
Langdefinition hier: de.wikipedia.org/wiki/Poetry_Slam)

die finden in Ö an folgenden Orten statt:
  • Post Skriptum... Poetry Slam im Roten Krebs in Linz
    Termine werden auf deren Homepage angekündigt!
    SlammasterInnen: Nadja Bucher und Didi Sommer
  • @cetera & Blätterwirbel... Die Litges, die auch hinter der Literaturzeitschrift @cetera steckt, veranstaltet immer wieder Poetry Slams auf eigene Initiative und in das BlätterwirbelFestival eingebunden!
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Interessantes Detail

Hallo alle!

Wenn ihr auf diesen Link (http://cms.bmeia.gv.at/view.php3?f_id=2243&LNG=de&version=&dv_staat=73) klinkt, dann seht Ihr dort eine Warnung des Außenministeriums vor Reisen in den Kosovo, die sollten möglichst nicht vorgenommen werden, weil es dort gefährlich ist.

Gleichzeitig lässt der Innenminister sogar Kinder in dieses von seiner Ministerkollegin als gefährlich benannte Gebiet deportieren (abschieben heißt das heute...)

Ich glaube, dazu brauche ich eigentlich nichts mehr sagen....
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Es ist eine Schande

Fast könnte man sich ja daran gewöhnen, wie unsere Regierung, vor allem seit eine angeblich christlich-orientierte Partei wie die ÖVP dieser angehört (schon seit 1987, also seit 20 Jahren Sozialabbau, Inhumanität, Rückständigkeit, Spießermief etc), mit Asylwerbern und Zuwanderern umgeht.

Da ich aber ein Asylantenkind bin, das es nach der heutigen Gesetzeslage gar nicht geben dürfte, stoßt mir dieses Thema immer wieder übelst auf. Zorn ist bekanntlich nicht unbedingt die beste Voraussetzung, gescheite Dinge zu schreiben. Das können andere besser, und der folgende Artikel bringt's so richtig auf den Punkt. (gefunden heute auf http://derstandard.at/)



Christliche Rhetorik, brutale Praxis

Wo ist die "selbstverständliche Solidarität" des Wolfgang Schüssel? Die Abschieberegelungen sind doch allesamt auf jene Angst gebaut, die von rechts geschürt wird

Am 27. Mai 2003 hielt der damalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel im Wiener Stephansdom vor dem "Internationalen Evangelisationskongreß" eine Rede, in der er sich zu einer "Politik in christlicher Verantwortung" bekannte.




Das Recht auf Leben, Familie und Ehe sei in der heutigen Welt bedroht, sagte Schüssel. Daher sei das "Sich-Einmischen der Christen gefordert." Da die "selbstverständliche Solidarität verloren gegangen" sei, müsse sie wieder ins Bewusstsein gerufen werden.

Wenn man die ÖVP-Politik in der Ausländerfrage betrachtet, dann ist sie weit entfernt von diesen Grundsätzen. Schüssel, der heute Klubobmann seiner Partei ist, zeichnet mitverantwortlich für ein Gesetz, das die jüngste Abschiebungsdebatte verursacht hat. Und derselbe Schüssel hat am Wochenende in einem Interview mit dem Standard äußerste Härte signalisiert. Heißt: Es wird abgeschoben.

So weit ist es gekommen, dass in Österreich Menschen wieder untertauchen müssen, dass sie aus dem Untergrund mit Videobotschaften an die Öffentlichkeit treten, weil sie durch ein unmenschliches Gesetz kriminalisiert werden. Sie haben selbst Fehler gemacht, haben illegal unter uns gelebt. Aber es gibt eben auch so etwas wie die Toleranz der Stärkeren. Wenn man will.

Vor diesem Hintergrund soll niemand in der ÖVP behaupten, diese Partei sei christlich. Und es ist genauso schwer, der SPÖ abzunehmen, sie sei humanitär orientiert. Hat sie das umstrittene Gesetz doch mitbeschlossen.

Die beiden "Volksparteien" gehorchen den humanitären und christlichen Prinzipien eigentlich nur, wenn sie keine Wählerstimmen kosten. Wenn genug Geld da ist. Und wenn es um inländische Mitbürger geht.

Innenminister Platter, der ein unmögliches Gesetz exekutiert, verstößt seriell gegen die angebliche Christlichkeit seiner Partei. Er gefährdet Familien, Ehen und Leben. Er steht für die konservative Verteidigung des Gesetzes und schert sich wenig um die Barmherzigkeit. Die Regierung jedoch redet von "Gnade", was mit "Begnadigung" verwandt ist und eine Straftat voraussetzt - unbescholtene Menschen werden zu Gaunern gestempelt. Und sie kommt erst jetzt, da fast schon jeden Tag neue Fälle von Abschiebungen bekannt werden, auf die Idee, die "Wahrung des Familienlebens" (O-Ton Platter) zu bedenken.

Wo ist die "selbstverständliche Solidarität" des Wolfgang Schüssel? Die Abschieberegelungen sind doch allesamt auf jene Angst gebaut, die von rechts geschürt wird. Und auf dem Kalkül, durch Härte keine Stimmen an Blau und Orange zu verlieren. Nicht die "christliche Verantwortung" steht an erster Stelle, sondern die populistische Spekulation. Die obsiegt selbst dann, wenn sich ausländische Familien längst integriert haben. Weshalb der Satz "Wer sich integriert, kann bleiben" eine leere Versprechung ist. Eine Lüge sogar.

Mit den tatsächlich kriminellen Drogenhändlern und mit dem organisierten Verbrechen wird der Innenminister nicht wirklich fertig - sieht man ab von den durch deutsche Hinweise ermöglichten Erfolgen gegen mutmaßliche Terroristen.

Also muss man sich auf andere Weise profilieren. Indem man die Ebene der Menschlichkeit verlässt und ins Horn der Gesetzestreue bläst. Indem man Linie hält, in Wirklichkeit auf die Wählerwirkung zählt.

Den Politikern hilft, dass die meisten Abschiebefälle ausjudiziert sind. Was aber bleibt, ist das Unrecht. (Gerfried Sperl, DER STANDARD; Printausgabe, 8.10.2007)

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